Impuls zu Geld

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Impuls: Gedanken zu Geld

Herzlich willkommen zu meiner (ich gebe es zu: noch wachsenden) Rubrik „Gedanken zu Geld“

Hier teile ich meine Gedanken zu Geld. Hier fließen meine Erfahrungswerte aus über 25 Jahren beruflicher Erfahrung in der Finanzbranche ein. Das kann Allgemeines zu Geld und Finanzen, zur Rente, Rentenlücke und Vermögensaufbau sein. Ich teile Spannendes zu Geld, Glück und Glaubenssätzen und wie wir unsere „Beziehung zu Geld“ besser verstehen können. Nota bene: Es handelt sich hier weder um Anlageberatung noch um Produktempfehlung. Es findet keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung von Wertpapieren, Geldanlagen oder Versicherungsprodukten statt.

Ich wünsche dir viel Freude beim Stöbern!

Und wenn dir etwas auf dem Herzen liegt und du endlich etwas tun möchtest, um deine Finanzen anzugehen, dann ist mein Finanzcoaching das Richtige für dich.

Klingt kompliziert? Wir machen es einfach.

Sparen, Vermögensaufbau, Rente und Co.- klingt viel zu kompliziert? In meinem Finanzcoaching zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du deine Finanzen in die Hand nehmen kannst. Ob du bereits Vorwissen hast oder dich noch gar nicht mit deinem Geld beschäftigt hast, wir schauen gemeinsam, an welchem Punkt du stehst und was du brauchst, um mit einem besseren Verständnis und Gefühl deine finanzielle Zukunft zu gestalten. Schreib mir – ich freue mich auf dich!

Arbeit im Wandel

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Arbeit im Wandel. Kopfarbeit und Handwerk sollten endlich wieder Hand-in-Hand-gehen

In unserer Gesellschaft muss das Handwerk neben der Kopfarbeit endlich mehr Wertschätzung erfahren, wenn wir die Transformation zu mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit erfolgreich gestalten wollen. Ein Brief an uns als Gesellschaft. An dich. An mich. An uns alle.

Anmerkung: Dieser Artikel ist zuerst am 04.08.2022 bei FOCUS online veröffentlicht worden. Als Urheberin habe ich mir, neben kleinen Änderungen, erlaubt, die Anrede in die „Du-Form“ abzuändern.

 

Das Handwerk sucht händeringend nach Kräften. Volle Auftragsbücher lassen die Wartezeiten auf Monate anwachsen, doch fehlende Fachkräfte und Lieferkettenengpässe werfen ihre Schatten auf die Auftragslage. Zudem müssen viele Handwerksbetriebe schließen, weil sie keine Nachfolgerinnen oder Nachfolger finden. Gleichzeitig ist der Trend zur Akademisierung ungebrochen. In unserer Gesellschaft muss das Handwerk neben der Kopfarbeit endlich mehr Wertschätzung erfahren, wenn wir die Transformation zu mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit erfolgreich gestalten wollen. Ein Brief an uns als Gesellschaft. An Sie. An mich. An uns alle.

Liebe Gesellschaft, wie steht es um unser gutes, altes Handwerk?

An allen Ecken und Enden, so höre und lese ich, fehle es dem Handwerk an Arbeitskräften. Ausgebildete Fachkräfte, aber auch Auszubildende, werden dringend gesucht. Um Zahlen sprechen zu lassen: 250.000 Nachwuchskräfte fehlen unserem Handwerk heute und nur schwer finden sich Menschen, die sich dafür begeistern, glaubt man aktuellen Umfragen und Studien. Das hat immense Folgen: Im Schnitt dauert es 9 Wochen, ehe ein Auftrag im Gesamthandwerk begonnen werden kann. Und für Arbeiten im Bau- und Ausbaubereich nennt der Zentralverband des deutschen Handwerks durchschnittliche Wartezeiten von 10 bis 15 Wochen. Die fortschreitende Automatisierung und Digitalisierung wird den Fachkräftemangel nur zum Teil auffangen können.

Nahezu ungebrochener Akademisierungswahn

Nach wie vor sehen viele Eltern im Studium die einzig wahre Zukunft für ihre Sprösslinge. Entweder heißt es, die eigenen Kinder „sollen es besser haben als wir“ oder „eine gesicherte Karriere machen“ können. Doch, welcher Berufsweg ist heute sicher? Dazu später mehr.

Wenn ich mich mit Lehrkräften unterhalte, kommt fast unisono, dass auf vielen Schülerinnen und Schülern großer Druck lastet. Dieser wird seitens der Eltern aufgebaut, die mit fast allen Mitteln versuchen, ihre Kinder fürs Abitur in später in Richtung Studium zu trimmen. Da werden Rechtsanwälte konsultiert, sobald die Schulnoten nicht stimmen. Schließlich habe das eigene Kind ein „Riesentalent“ und das müsse gefördert werden. Abitur? Keine Frage, das sei jawohl das Mindeste.

Volle Hörsäle und hohe Abbrecherquoten

Seit dem „PISA Schock“ aus dem Jahr 2000, in dem Deutschland schlechter als der OECD-Durchschnitt abschloss, wurde kontinuierlich daran gearbeitet, dass sich die Bildungschancen für Alle verbessern und die im internationalen Vergleich damals zu niedrige Abiturientenquote stetig steigt.

Die Folge daraus sind Jahrgänge mit bis zu 55% Abiturientenquote, überquellende Hörsäle an den Universitäten, einmal abgesehen von der jüngsten Ausnahmesituation während der Pandemie mit Online- statt Präsenzveranstaltungen, und steigende Studienabbrecherquoten. Gerade in den MINT-Fächern verzeichnen wir in den ersten drei Jahren Abbrecherquoten in Höhe von 35 Prozent bis 40 Prozent.

Bewusst zurück ins Handwerk

Ein Studienabbrecher ist zum Beispiel Fabio, der einen technischen Hintergrund und ein paar Jahre Berufserfahrung mitbrachte, als er beschloss, sich an der Uni für ein ingenieurwissenschaftliches Studium einzuschreiben. Nach zwei Semestern wechselte er den Fachbereich, um dann nach weiteren 3 Semestern festzustellen: „Studium, das ist nichts für mich.“ Er studierte also 5 Semester, ohne Abschluss in der Tasche. Irgendetwas suggerierte ihm, dass seine Ausbildung im technischen Bereich „noch nicht alles sei“. Doch es ging für ihn auch ohne Studium weiter.

Die Herausforderung der Energiewende meistern

    Als Servicemonteur für Windenergieanlagetechnik vertiefte er laufend seine Fähig- und Fertigkeiten und bildete erfolgreich neue Kolleginnen und Kollegen aus. Durch seine Weiterbildung zum Techniker für Umweltschutztechnik entwickelte er sich zum gefragten Ansprechpartner für Gemeinden, Versorgungsbetriebe und Unternehmen aus der Chemie- und Pharmabranche, wenn es um darum geht, Konzepte für nachhaltigen Umweltschutz umzusetzen. Fabio findet in seiner abwechslungsreichen Arbeit Erfüllung. Er begreift sie als wichtigen Teil des Ganzen. Als Teil einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe, die uns durch den Klimawandel, die Modernisierung von Infrastruktur und die demografische Entwicklung gestellt wird.

     

    Erfüllung im Job und Teilhabe an der Transformation

      Fabio ist durch seine Aufgabe erfüllt und zufrieden. Ähnlich beschreiben es auch die Teilnehmerinnen der Studie „Handwerksstolz“ der Georg-August-Universität Göttingen, die knapp 2.000 Handwerkerinnen und Handwerker befragte (Quelle: dds online, Fachmagazin für Schreiner, Tischler, Fenster- u. Innenausbauer). Sie alle eint die hohe Zufriedenheit und die Leidenschaft für ihren Beruf. Zurzeit nimmt die Zahl der Quereinsteigerinnen ins Handwerk leicht zu. Und mal Hand aufs Herz, auch, wenn die Lehrjahre finanziell kein Zuckerschlecken sind, wo gibt es die Perspektive, schon in jungen Jahren seine eigene Chefin zu werden, einen eigenen Betrieb aufzubauen, etwas Neues, etwas Wertiges zu schaffen? Mit 130 Berufen bietet das Handwerk eine große Bandbreite an Möglichkeiten, sich zu verwirklichen. Doch in der breiten Bevölkerung, und somit bei vielen von uns, scheint das noch nicht angekommen zu sein.

      Woher kommt der Trend zur Akademisierung und zur Abwertung des Handwerks?

        Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge sinkt seit 2007 kontinuierlich. Waren es im Jahr 1992 noch es doppelt so viele Jugendliche, die eine berufliche Ausbildung dem Studium vorzogen, so begannen im Jahr 2020 mit 490.000 Personen mehr Menschen ein Hochschulstudium als eine Berufsausbildung mit 466.000 Menschen. Wenn wir mal ehrlich zu uns selbst sind, dann betrachten wir das Handwerk tendenziell abfällig, wollen uns selbst die Hände nicht schmutzig machen oder „uns kaputt malochen“. Wir bewerten die saubere, verwaltende Arbeit in Büroräumen, die White Collar Jobs, höher als die Blue Collar Jobs, mit ihrer dunklen, dreckigen Arbeitskleidung, die uns ein Bild von harter körperlicher Arbeit vermittelt.

        Tradition, Zusammenhalt und echte Handwerksqualität

          Dabei blickt das Handwerk auf eine lange Tradition zurück. Mit ihm wurde der Arbeitsbegriff, der in der Antike noch als minderwertig galt, aufgewertet. Im Mittelalter wuchs dessen Attraktivität. Organisiert in Zünften und Gilden galt es als „ehrenwert“, im Handwerk tätig zu sein. Mit Beginn der Industrialisierung ziehen immer mehr Menschen in die Städte, um in Fabriken zu arbeiten. Technische Neuerungen, wie die Dampfmaschine, Spinn- und Webmaschine verändern die Arbeitsprozesse im handwerklichen Bereich. Mit dem Fließband erfolgt Kontrolle über das Arbeitstempo, die Herstellung von Produkten wird standardisiert und die Arbeit in kleinste, monotone und repetitive Handgriffe, Taylorismus genannt, zerlegt.

          Arbeit wird effizienter und in Kopfarbeit und Handwerk aufgeteilt

            Mit der 1. Industriellen Revolution begann die Abwertung des Handwerks. Es erfolgte die Trennung von Kopfarbeit und Handwerk. Letzteres gilt fortan als Erfüllungsgehilfe für die von studierten Köpfen erdachten und kontrollierten betriebswirtschaftlichen Ziele. Die industrielle Massenproduktion steht der handwerklichen Tätigkeit gegenüber und übernimmt das Zepter im weltweiten Wettbewerb. Immer höher, immer schneller, immer weiter. Das Mantra unseres modernen Arbeits- beziehungsweise Produktionslebens war geboren und hält sich bis heute hartnäckig als erstrebenswertes Ziel eines jeden Geschäftsmodells.

            Heute scheint sich eine Trendwende abzuzeichnen, die wir noch gar nicht in Gänze erfassen. In dieser 4. Industriellen Revolution erleben wir die blitzschnelle Weiterentwicklung der Digitalisierung hin zu einer global vernetzten Welt, in der Menschen mit Maschinen interagieren, ja sogar verschmelzen.

            Menschenleere Fabriken, computergesteuerte Produktion

              Noch sind sich Stimmen aus der Trend- und Zukunftsforschung nicht einig darüber, ob die digitale Transformation mehrere hunderttausend Arbeitsplätze durch Roboter ersetzen wird oder in ähnlicher Anzahl neue Jobs entstehen werden. Vermutet wird, dass es Zeiten des Übergangs geben wird. Und, so die Annahme, die Digitalisierung zunächst die geistigen Routinearbeiten übernehmen, die derzeit meist von Akademikern ausgeführt werden. Schon heute ist Künstliche Intelligenz (KI) Juristen bei der Analyse von Vertragswerken weit überlegen (Quelle: jurios.de, 2018) oder schlägt beispielsweise Ärzte bei der Diagnose von Hautkrebs (Quelle: Ärzte Zeitung, 2019). KI wird vielleicht nicht alle Menschen sofort ersetzen können, doch sie wird einen wesentlichen Beitrag zur Wertschöpfung beitragen und den Menschen bei seiner täglichen Arbeit unterstützen, wenn wir mal vorsichtige Prognosen wagen.

              Eine Vision?

                Arbeit wird sich verändern. Und das ist die Chance auf eine Rückbesinnung auf das gute alte Handwerk. Denn ich wage mal zu bezweifeln, dass eine Form der KI ein handgeschreinertes Möbelstück nach individuellen Wünschen fertigen wird. Zudem werden Hände händeringend gebraucht. Wer soll unsere Häuser durch Solaranlagen, Wärmepumpen und energieeffiziente Umbaumaßnahmen modernisieren? Wer soll den neuen Wohnraum bauen? Wer soll die Vorgaben zur Einhaltung der Klimaziele der Politik umsetzen? Und wer soll uns im Alter und bei Krankheit pflegen? Ein ki-gesteuerter Pflegeroboter oder lieber ein Mensch mit Empathie, Hingabe und echter Begeisterung für seinen Job?

                Verhandeln auf Augenhöhe

                Verhandeln auf Augenhöhe

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                Verhandeln auf Augenhöhe. So startest du als Berufsrückkehrerin durch

                Die Rückkehr nach der Elternzeit ist für viele Mütter nicht leicht. Die Erwartungen an sich selbst sind hoch. Die Gefahr, auf dem unternehmerischen Abstellgleis zu landen, leider auch. Das muss nicht sein.

                Anmerkung: Dieser Artikel ist zuerst am 18.06.2022 bei FOCUS online veröffentlicht worden. Als Urheberin habe ich mir, neben kleinen Änderungen, erlaubt, die Anrede in die „Du-Form“ abzuändern.

                „Sie haben zwei Kinder und wollen dann noch bei uns arbeiten?“ Nein, das ist nicht aus dem Jahr 1973, sondern ein x-beliebiger Tag von heute. Reaktionen wie diese erleben Frauen regelmäßig, wenn sie sich bewerben, nach mehr Gehalt oder beruflicher Weiterentwicklung fragen. Noch ein Beispiel gefällig? Gern, eher ungern: „Sie sind im gebärfähigen Alter, das lohnt sich für die Firma nicht, wenn ich Ihnen jetzt mehr Gehalt zahle und Sie dann in Elternzeit gehen.“

                Erleben Berufsrückkehrerinnen nach der Elternzeit Diskriminierung? Leider ja!

                Gerade Frauen erleben am Arbeitsplatz bestenfalls ein Naserümpfen als Reaktion, wenn sie verkünden, dass sie ein Kind erwarten. Planen sie, nach der Elternzeit wieder in den Job zurückzukehren oder sich weiterzuentwickeln, folgen noch heftigere Reaktionen bis hin zur Ausgrenzung und Diskriminierung.

                Dazu brauchen wir gar nicht in bestimmte Berufe oder Branchen zu blicken. Die Diskriminierung von Eltern oder Pflegepersonen im Arbeitsalltag findet branchenübergreifend und unabhängig von Bildung oder Status statt.

                Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes zeigt in ihrer, am 24.05.2022 veröffentlichten, Studie, dass 56 Prozent der befragten Eltern noch während der Schwangerschaft mindestens eine diskriminierende Situation erlebt haben. Demnach werden 26 Prozent der werdenden Mütter Verantwortlichkeiten entzogen, weniger anspruchsvolle Aufgaben zugeteilt oder Aufstiegsmöglichkeiten verhindert. Auch die männlichen Kollegen erleben, wie sich Diskriminierung anfühlt, wenn ihnen bei Anmeldung von Elternzeit harter Gegenwind entgegenbläst, indem sie unter Druck gesetzt werden, keine Elternzeit zu nehmen oder den Umfang dieser deutlich zu reduzieren. Beim Wiedereinstieg nach der Elternzeit erleben vor allem Mütter zu wenig Entgegenkommen, wenn beispielsweise flexible Arbeitszeiten, Homeoffice oder Urlaub während der Kita-Schließzeiten verwehrt werden.

                Die Lösung liegt in der Kooperation

                Auch, wenn die Antidiskriminierungsstelle des Bundes gesetzliche Verbesserungen anmahnt, hilft (ein langes) Abwarten wenig. Besser ist, proaktiv auf den Arbeitgeber zuzugehen, klar zu kommunizieren und Ziele und konkrete Lösungen mit der oder dem Vorgesetzten für die Zeit vor, während und nach der Babypause zu planen.

                So hat es auch Florentine, die uns im Folgenden als Beispiel dienen wird, gemacht.

                Sie ist zweifache Mutter. Und ehrgeizig. Zudem ist sie top organisiert, fokussiert und zielorientiert. Sie setzt ihre Prioritäten, strukturiert ihren Arbeitsalltag und setzt klare Grenzen. Sie hat bei ihrem Arbeitgeber, einem mittelständischen Unternehmen, direkt nach ihrem Studium angefangen und sich dort kontinuierlich weiterentwickelt.

                Zweifache Mutter mit gutem Netzwerk

                Florentine ist für eine Abteilung mit 20 Mitarbeitern zuständig und mit ihrem zweiten Kind schwanger. Sie verfügt über ein gutes Netzwerk aus familiären, freundschaftlichen und geschäftlichen Verbindungen, das sie hegt und pflegt wie einen Bonsai. Die Eltern aus dem Netzwerk unterstützen sich gegenseitig und da in ihrer Nähe sowohl eine gute Freundin als auch ein Großelternpaar ihres Kindes wohnte, konnte sie schon früh aus ihrer ersten Elternzeit wieder in den Job zurückkehren. Zudem haben Freunde eine Fahrgemeinschaft für die Kita- und Schulkinder organisiert, sodass gemäß rollierendem Fahrplan jeder mal dran war und dafür Freiräume in den übrigen Zeiten hatte.

                Der Chef war erstmal baff, doch überfordert trifft es besser

                Als er von ihrer zweiten Schwangerschaft erfuhr, war Ihr Chef überrascht, denn er hatte für sie die Übernahme weiterer Aufgaben mit mehr Budgetverantwortung vorgesehen und wirkte zunächst überfordert mit dieser Nachricht. Vielleicht hatte er so schnellkeinen Ersatz für sie parat oder die Befürchtung, sie würde „ganz zu Hause“ bleiben.

                Doch Florentine hatte vor, sich Freiräume für laufende Fortbildungen einzuplanen und würde über ihr bestehendes Netzwerk auf dem Laufenden gehalten. Zudem plante sie, ein bis zweimal monatlich bei ihrer bestehenden Abteilung vorbeizuschauen und Kontakt zu halten. Ihr Ziel war es, nach einem Jahr Elternzeit wieder am Start zu sein, jedoch nicht im derzeitigen Job, sondern in die vorgesehene verantwortungsvollere und noch besser bezahlte Position hineinzuwachsen.

                Mit klarer Strategie und Haltung den Arbeitgeber für sich gewinnen.

                  Jetzt galt es, ihrem Vorgesetzten den Zahn zu ziehen, dass sie künftig weniger einsatzbereit oder leistungsfähig sei, und ihn von ihrem Plan zu überzeugen.

                  Nachdem wir im Coaching eine plausible Strategie für sie entwickelt hatten, ging sie offensiv in ihr zweites Gespräch mit ihrem Chef. Sie machte deutlich, dass sie das Selbstvertrauen besaß, diesen Weg zu gehen und schlug vor, eine Übergangsregelung über einen festgelegten Zeitraum zu vereinbaren, wenn sie nach der Elternzeit wiederkäme. Dazu erwähnte sie, regelmäßig Kontakt zur Firma zu halten, sich in das neue Aufgabengebiet einarbeiten und nötige Kenntnisse über online Weiterbildungen erarbeiten zu wollen. Sie ging mit einer offenen Haltung in das Gespräch. Sie betonte ihre Zielstrebigkeit und dass sie sich die neue Aufgabe zutraue. Sie sprach ihre private Infrastruktur, die ihr ein Engagement in der neuen Aufgabe ermöglicht, und ihre Entwicklung im Haus an.

                   

                  Mit klarer Strategie und Haltung den Arbeitgeber für sich gewinnen.

                    Jetzt galt es, ihrem Vorgesetzten den Zahn zu ziehen, dass sie künftig weniger einsatzbereit oder leistungsfähig sei, und ihn von ihrem Plan zu überzeugen.

                    Nachdem wir im Coaching eine plausible Strategie für sie entwickelt hatten, ging sie offensiv in ihr zweites Gespräch mit ihrem Chef. Sie machte deutlich, dass sie das Selbstvertrauen besaß, diesen Weg zu gehen und schlug vor, eine Übergangsregelung über einen festgelegten Zeitraum zu vereinbaren, wenn sie nach der Elternzeit wiederkäme. Dazu erwähnte sie, regelmäßig Kontakt zur Firma zu halten, sich in das neue Aufgabengebiet einarbeiten und nötige Kenntnisse über online Weiterbildungen erarbeiten zu wollen. Sie ging mit einer offenen Haltung in das Gespräch. Sie betonte ihre Zielstrebigkeit und dass sie sich die neue Aufgabe zutraue. Sie sprach ihre private Infrastruktur, die ihr ein Engagement in der neuen Aufgabe ermöglicht, und ihre Entwicklung im Haus an.

                     

                    Auf Augenhöhe mit dem Vorgesetzten klare Vereinbarungen treffen

                      Dazu erbat sie konstruktive Kritik seitens ihres Vorgesetzten, indem sie gleichzeitig betonte, wie sehr sie seine Arbeit, Verantwortung und Rückmeldung zu schätzen wisse. Ausgehend von ihrem Selbstvertrauen erfragte sie sein Vertrauen in ihre Person und ihre Fähigkeiten.

                      Ergebnis: Sie vereinbarten die Versorgung mit wichtiger Information während ihrer Elternzeit und für die Zeit nach ihrer Rückkehr eine für beide Seiten faire Übergangszeit mit Mentoring und Unterstützung bei den Fortbildungen. Nach ihrer Elternzeit konnte sie innerhalb kurzer Zeit in die neue Position hineinfinden. Heute ist sie erfüllt und zufrieden, genauso wie Ihre Familie, die sich als Team begreift.

                       

                      Tipps für die eigene Situation:

                        • Frühzeitig private und berufliche Netzwerke aufbauen (innerhalb und außerhalb des Unternehmens, reine Frauen- und gemischte Netzwerke, Elternnetzwerke)
                        • Offen für Unterstützung sein und diese auch einfordern
                        • Aufgaben, die delegierbar sind, delegieren oder auslagern
                        • Mit dem Vater des Kindes, bzw. dem Lebenspartner, eine faire Aufteilung der Erziehungs- und Hausarbeit vereinbaren
                        • Sich die eigene Mutterrolle bewusst machen: Krisenmanagerin, Organisationstalent, Übernahme von Verantwortung, „Familienmanagerin“ usw.
                        • Daraus wertvolle personale und soziale Kompetenzen ableiten, die im Arbeitsumfeld wichtig sind und gebraucht werden, zum Beispiel: Durchsetzungsvermögen, Konfliktfähigkeit, Frusttoleranz, Verantwortungsbewusstsein, strukturiertes Arbeiten, Arbeitsorganisation, Kommunikationsstärke
                        • Mit dem Arbeitgeber vor Eintritt der Elternzeit die Rückkehr besprechen
                        • Ein für beide Seiten tragbares und gangbares Weiterentwicklungsszenario planen
                        • Möglichkeiten des „Jobsharings“ oder partnerschaftliche Führungsmodelle ansprechen
                        • Frühzeitig mit Kollegen oder dem Netzwerk im Unternehmen dazu austauschen
                        • Die Elternzeit auch für Weiterentwicklung nutzen (etwa über online Kurse)
                        • Zu den wichtigsten Themen und Entwicklungen in der eigenen Branche informiert bleiben

                         

                        Als Arbeitgeber mit „Job-Sharing“ neu denken

                        Führungspositionen in Teilzeit? Auf das Zusammenwirken von mehreren Seiten kommt es an. Ich sehe das Modell des „Job-Sharing“ über die Tandemlösung nicht als verschrienes „Mutti-Modell“, sondern als flexibles Instrument, um den unterschiedlichen Ansprüchen und Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Unternehmen besser gerecht werden zu können. So kann eine moderne Unternehmenskultur etabliert werden, die auch zum Entscheidungskriterium im Wettbewerb um die besten Talente werden kann.

                         

                        Neues Jahr – neues Jobglück?

                        Neues Jahr – neues Jobglück?

                        LERNE MICH KENNEN.

                        Die Segel für einen erfolgreichen Jahresauftakt im Job setzen

                        Wer von uns kennt das nicht? Pünktlich zu Silvester werden fleißig Pläne geschmiedet, was im nächsten Jahr anders, besser oder endlich einmal angegangen werden soll

                        Anmerkung: Dieser Artikel ist zuerst am 28.12.2022 bei FOCUS online veröffentlicht worden. Als Urheberin habe ich mir, neben kleinen Änderungen, erlaubt, die Anrede in die „Du-Form“ abzuändern. Die Fragen aus dem Artikel können im Grunde jedes Jahr wieder zum Jahresauftakt oder auch sonst jederzeit als hilfreiche Gedankenstütze dienen.

                        Mehr Sport machen, mit dem Rauchen aufhören, gesünder essen oder im Job den längst überfälligen Termin mit der Chefin oder dem Chef vereinbaren. Endlich ansprechen, was schon lange auf der Seele brennt: Interessante Aufgaben, mehr Gehalt, die eigene Weiterentwicklung im Job.

                        Doch der Januar ist noch nicht vorbei und wir fallen schon wieder in den alten Trott. Und die guten Vorsätze? Längst dahingeschmolzen wie Schnee von gestern. Kann es denn gelingen, nachhaltig aus den alten Gewohnheiten auszubrechen?

                        Nun, heiße Tipps hierzu, gerade zum Jahresstart, gibt es wie Sand am Meer. Deshalb möchte ich dich zu ein paar Denkanstößen einladen, damit deine guten Vorsätze nicht im Arbeitsalltag verpuffen, sondern dir, weit über den Neujahrsbeginn hinaus, zu deinen nächsten Schritten und folglich zu mehr Erfüllung und Erfolg im Job verhelfen können. Sofern du die nachfolgenden Fragen für dich klären willst.

                        Um Veränderungen anzugehen, hilft es, die eigene Situation auf den Prüfstand zu stellen.

                        Dazu können folgende Fragen für Klarheit sorgen:

                        • Fühle ich mich in meinem Job noch an der richtigen Stelle?
                        • Wenn ich meine derzeitige Situation mit dem Zeitpunkt, als ich neu ins Unternehmen eingestiegen bin, vergleiche, was hat sich verändert?
                        • Sind mehr oder andere Aufgaben hinzugekommen?
                        • Welche Tätigkeiten rauben mir Energie und bei welchen Aufgaben merke ich kaum, wie die Zeit vergeht, weil sie mir richtig Spaß machen?

                        Je konkreter du dein Ziel benennen kannst, desto klarer gestaltet sich der Weg dorthin

                        • Wenn ich mir etwas wünschen könnte, das ich im Job erreichen möchte, was wäre das?
                        • Möchte ich mehr Verantwortung übernehmen?
                        • Kann ich mir eine Fach- oder Führungskarriere vorstellen?
                        • Was kann ich dazu beitragen, um dieses Ziel zu erreichen?
                        • Wenn ich mein Ziel herunterbreche auf kleine Teilziele, welches ist der nächste Schritt, den ich konkret angehen werde?
                        • Welche Erkenntnisse aus vergangenen Herausforderungen können mir bei meiner Zielerreichung helfen?

                        Ein gutes Netzwerk fördert Ideen, Austausch und gemeinsame Weiterentwicklung

                        • Wann habe ich zuletzt eine Kollegin oder einen Kollegen bei Ideen im Meeting unterstützt?
                        • Wie gut bin ich mit Kolleginnen und Kollegen im Unternehmen vernetzt?
                        • In welchen Netzwerken außerhalb meines Unternehmens wirke ich mit?
                        • Wie kann ich meine Expertise auch außerhalb meiner Organisation sichtbar machen?

                        Bereinigte Konflikte können für mehr Leichtigkeit sorgen

                        • Wie kann ich den Jahresbeginn zum Anlass nehmen, um endlich den alten Konflikt mit der Kollegin oder dem Kollegen zu bereinigen?
                        • Möchte ich nicht auch endlich die Konflikte in meinem privaten Umfeld, die mich bei der Ausübung meiner Arbeit belasten, angehen und lösen?
                        • Brauche ich dazu gegebenenfalls Unterstützung?

                        Eine gute Vorbereitung hilft

                        • Bin ich bereit, mit frischer Entschlossenheit endlich das Gespräch mit der oder dem Vorgesetzten zu vereinbaren und für die eigene Entwicklung die Segel zu setzen?
                        • Habe ich mir Gedanken dazu gemacht, warum ich eine Gehaltserhöhung verdient habe?
                        • Kann ich ableiten, welchen (Mehr)Wert ich in meinem Wirkungsbereich durch meine Arbeitsleistung konkret erbracht habe?
                        • In welchem Bereich möchte ich mich weiterentwickeln und welche Perspektiven habe ich hierzu im bestehenden Job?
                        • Was brauche ich dazu konkret von meinem Vorgesetzten?

                         

                        Zum Abschluss noch eine Idee

                          Notiere dir die Fragen, die in deiner Situation dringend und wichtig erscheinen oder hänge dir die Fragen aus dem Artikel einfach auf.

                          So bleiben die Fragen im Blick und du kannst dir die verschiedenen Bereiche nach und nach oder über das Jahr immer wieder vornehmen. Eine Übung dazu: Ein leeres Blatt Papier, die wichtigste Frage drauf notiert und los geht´s: Welche Gedanken kommen dir dazu, welche Punkte kannst du sofort lösen, bei welchen benötigst du Unterstützung? Gönne dir diese wertvolle Zeit für dich zum Jahresauftakt.

                          Ich wünsche dir ein glückliches, gesundes und erfülltes Neues Jahr!